Thai Do - Cyclingworld Düsseldorf - Ausstellung für feinste Radkultur
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Thai Do

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Infos hierzu:

 

Thai Do im Interview

Der Mann hinter der Rad-Ausstellung in der Dinzler Kaffeerösterei

Thai Do ist wohl einer der verrücktesten und liebenswertesten Rennradenthusiasten, die es hierzulande gibt. Er sammelt Räder. Nicht irgendwelche normalen Stangen-Rennräder, sondern wahre Raritäten. Einzelstücke mit Geschichte – und Thai kennt sie alle…

 

Hallo Thai! Wie kommt man denn auf die Idee, Fahrräder zu sammeln? Warum nicht Briefmarken oder Comics?

Einerseits ist meine Sammelleidenschaft im Beruf begründet – ich arbeite für den Fahrradreifen-Hersteller Conti. Andererseits kommt dieses Hobby aus meiner Vergangenheit, in der ich leistungsmäßig Triathlon betrieben habe. Damals wurde ich wahrscheinlich zum Material-Fanaten. 1995 hab ich mein 26“ Triathlonrad einem Freund für seinen Sohn geschenkt. Darüber habe ich mich im Nachhinein dermaßen gegrämt, dass ich beschlossen habe, meine zukünftigen Räder auf jeden Fall zu behalten. 2001 hab ich dann bei Conti begonnen und war für Irina Kalentjewa, die Doppelweltmeisterin von 2007 und 2009 und Olympiadritte von 2008 zuständig. Und so ergab es sich, dass sich neben meinen ersten Zeitfahrmaschinen und Rennrädern auch ihre Mountainbikes der Olympischen Spiele von 2004 und 2008 in meiner Sammlung fanden. So hat meine Sammelleidenschaft richtig begonnen… Mit Aktien kann ich nichts anfangen, ich würde sagen, dass meine Räder mein Aktienersatz sind…

Wie viele Bikes umfasst deine Sammlung denn aktuell ungefähr?

Das kann ich dir auch ganz genau sagen: 202 Stück. Aktuell nenne ich ca. 180 Rennräder und Zeitfahrräder mein eigen, dazu kommen ungefähr 20 Mountainbikes. Und ein Kunstrad. Das hab ich mal bei einer Geschäftsauflösung geschenkt bekommen, da hat der Chef gemeint: „Das hab ich extra für dich aufbewahrt, das ist irgendein Weltmeisterrad.“

Und wieviel Platz brauchst Du dafür?

Meine Fahrradsammlung ist auf fünf Standorte verteilt, ein Teil ist am Bodensee, einen Teil hab ich bei mir zuhause. Ich hab auch gerade ein paar Räder ausgestellt. Aber klar, da braucht man schon Platz dafür.

Was sagt denn deine Frau dazu?

Die zeigt mir den Vogel! (lacht). Die hätte gerne, dass ich endlich einen Teil der Räder verkaufe. Das mache ich sogar ab und zu, wenn ich ein Fahrrad doppelt habe, oder wenn keine Emotionen dran hängen. Ich hab auch gerade eines an eine Fahrradausstellung verkauft. Du wirst beim RennradTestival 30 deiner schönsten Räder zeigen und ihre Geschichte vorstellen. Worauf dürfen sich die Besucher denn freuen? Ich würde gerne die Entwicklung der Zeitfahrrädern von den 26“ Rädern bis zu den modernsten Rennmaschinen zeigen. Da wäre dann zum Beispiel das Specialized S-Works Shiv TT Weltmeisterrad 2011 von Tony Martin dabei, oder eine BMC Zeitfahrmaschine von Mark Cavendish. Natürlich werde ich auch klassische Rennräder vorstellen: Ich hätte unter anderem an ein 1948er Bianchi aus dem Team Fausto Coppi in der Farbe Celeste gedacht. Dazu muss man wissen, dass es die Farbe Celeste in unterschiedlichen Nuancen gibt, wie Ferrari-Rot zum Beispiel auch. Auf diesem Rad wurde außerdem die erste Campagnolo-Schaltung montiert. Das Augenmerk werde ich auch klassische Räder legen: Ein 1972er Eddy Merckx, ein Colnago,… Aber auch ein paar moderne Bikes sind mit dabei, ein Trek Madone, das weiße Gorilla Bike von André Greipel, Räder von Lance Armstrong und Jan Ulrich…

Eine heikle Frage, aber: Hast Du ein Lieblingsrad?

Das ist eine wirklich schwierige Frage. Ein Ferrari-Sammler wird auch schwer sagen können, welches sein Lieblings-Ferrari ist… Es ist jedenfalls so: Andere Menschen legen für ihre Kinder bei der Geburt einen Bausparer an oder kaufen ihnen eine Rolex, meine Kinder haben zur Geburt jeweils ein Fahrrad bekommen. Mein Sohn ein Colnago, meine Tochter ein pinkes Trek Madone mit Dura Ace Carbonkurbel. Ich würde mal so sagen: Ich kann jeden Tag aus einer mordsmäßigen Bandbreite an Rädern wählen. Drei, vier Lieblingsräder habe ich aber schon.

 

Thai Do auf der Cyclingworld Düsseldorf